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REVIEWS

Der zweite Tag auf dem Taubertal und die Sonne scheint

Heute waren gleich zwei deustche Bands und die Schweizer Sieger am Start, während auf der Mainstage bei den Donots nackte Männer tanzten



Der Schlamm und Matsch des Vortages ist abgetrocknet und die Sonne bringt uns auch gleich eine deutlich bessere Stimmung. Alles ist vorbereitet für einen großartigen zweiten Tag auf dem Taubertal Festival.


13:15 ORJAZZMIC eröffnen den ersten Emergenzablock und hier ist der Name Programm. Die Spanier legen Vollgas mit ihrem poppigen Jazz los und vor allem die junge Dame am Mikrofon kann mit ihrer souligen aber zugleich auch kraftvollen Stimme überzeugen. Die flotten Rhythmen der Band brachten die ersten Zuschauer vor die Bühne und ließe diese zum Tanzen animieren. Tolle Show und guter Start für Tag 2.


13:45 Für einen krassen Stilbruch sorgten SWEET SLEEP aus Tokyo im Anschluss. Sehr atmosphärischer und melancholischer Rock/Metal mit langsam gespielten Riffs erinnerte teilweise an bekannte Bands aus dem Doom-Bereich. Auch wenn die Band sicherlich bei Dunkelheit noch besser zur Geltung gekommen wär, rockten sie hier ein cooles Set ab.


14:15 Die Schweiz ging ebenfalls an den Start und repräsentiert wurde sie von den jungen Buben von den ROOFTOP SAILORS. Eine noch sehr junge Band, die aber genau wusste, wie sie das Publikum auf ihre Seite holen konnte. Mit catchy Melodien, einer coolen Show, eine Menge Spielfreude und starken Songs konnte die Band auf jeden Fall überzeugen.



14:45 Den wohl weitesten Anreiseweg hatten mit Sicherheit OCTAVIAN hinter sich. In Australien holten sie sich den Sieg und somit das Ticket für das Weltfinale auf dem Taubertal. Gut gespielter moderner Bluesrock, rund um einen sympathischen Frontmann samt Gitarre ließ die Menge toben. Da hat sich der Weg von der anderen Seite der Erde auf jeden Fall gelohnt!



17:00 Nach zwei weiteren Bands aus dem Hauptprogramm folgte die nächste Band von Emergenza. Die Münchener Sieger OWING TO THE RAIN gingen an den Start und lieferten eine richtig fette Show ab! Vor allem die kratzige Stimme vom Frontmann hatte super Wiedererkennungswert und passte sich perfekt in die unglaublich gut komponierten atmosphärischen Songs an. Gänsehautfeeling vorprogrammiert.



17:30 SNØ aus Bergen gingen für Norwegen an den Start. Und wow, was diese Frau am Mikrofon mit ihrer Stimme anstellen kann, ist unfassbar. Die ruhigen Parts bauten sich super auf und eskalierten im Zusammenspiel mit fast schon Opern-Gesangspassagen, bei der die Frontfrau völlig die Sau raus lassen konnte, Wahnsinn!



18:00 Auch dieses Jahr waren wieder viele verschiedene Genres vertreten. Ein Beweis dafür folgte aus Italien. Ku.dA fuhren unter anderem mit Didgeridoo, Bongos und Geige auf. Ethno-Pop sollte folgen und passend dazu war die Band dementsprechend auch gekleidet. Ihre guten Songs brachten sie so total authentisch rüber und vor allem die hohe Stimme des Sängers blieb im Kopf.



19:50 Die japanische Band SKIZZOIDMAN sollte dann für ein showtechnisches Highlight am heutigen Tag sorgen. Schon die Kostümierungen machten was her: Einmal Anzug, einmal verrückte Brille und einmal voll Corpsepaint-Schminke mit Latzhose und oben ohne. Passend dazu spielte die Band einen Mix aus wohl allen verschiedenen Genre, von Jazz über Funk bis Punk und Metal gab es in jedem Song etwas, teilweise mit krassen Brüchen mitten im Song. Für gehöriges Aufsehen sorgte der Mann am Bass, der sich nicht nur sehr skurril zur Musik bewegte, sondern auch spontan ins Publikum rannte, sich auf (!) dem Wellenbrecher die Hose auszog und im String-Tanga weiter spielte und die Menge richtig aufheizte, was eine Stimmung!



20:20 LADY MOUSTACHE, die dritte deutsche Band in unserem Weltfinale beendeten den zweite Tag hier auf dem Taubertal. Die Frankfurter Band stach mit sehr geilen Songs heraus und vor allem die markante starke Stimme des Fronters zauberte die ein oder andere Gänsehaut. Auch hier wurde eine geile Show geboten und der ein oder andere Fan dazu gewonnen, denn das Publikum hatte sehnlichst Freude dieser Band zu lauschen und ließ sich von ihrer interessanten Mischung aus Alternative, Stoner, Prog und ein bisschen Indie mitreißen, ein perfekter Abschluss von Tag 2!