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So war das Süddeutschlandfinale 2016 in München...

16 Bands wollten es, doch am Ende kann nur Eine auf's Taubertal Festival fahren!



Endlich nach 12 Vorrunden und 6 Semi-Finals in München war es endlich soweit und das große Süddeutschlandfinale konnte am Samstag im Backstage Werk steigen!

14 Bands, die sich in den Münchner Show qualifizierten plus die Sieger des Regio-Finales Franken, sowie die Sieger des Baden-Württemberger Finales waren angereist, um Publikum und Jury zu zeigen, was sie können.

Bitte bedenkt: Es handelt sich um die 16 besten Bands Süddeutschlands (!), alle sind sehr gut und es handelt sich demnach auch um Kritik auf hohem Niveau! :)

Schon früh ging es daher los mit The Strolers, den 4 Jungs aus Augsburg, die sich voll und ganz dem Rock 'n Roll verschrieben haben. Die Jury bemängelt, dass der Sound teils nicht tight genug war und dass den Soli teils die Dynamik fehlte. Lobten dagegen den eigenen Stil, der ihnen vor allem beim letzten Song sehr positiv auffiel, sowie die parallele Anknüpfung an den Sound der 60ern, der den Jungs einen gewissen Wiedererkennungswert beschert. 
Mit 12 votes leider weit am Juryvoting vorbei.

Green Beaks sind als nächstes an der Reihe und schon der gelungene Einstieg fällt der Jury positiv auf. Die Bühnenpräsenz, sowie die sympathische Show der 3 Münchner Rocker wird durchweg gelobt. Verbesserungsbedarf dagegen, sehen die Juroren in den Arrangements, die noch vielseitiger sein könnten. Sowie noch ein wenig Übung beim Gesang, um das ganze auch noch akzentuierter zu machen. Dennoch "groovt" die Band. Leider auch nicht im Juryvotng gelandet mit 17 votes.

Weiter geht's mit Drake Stone, die sicher bereits im Regio-Finale Franken für das Juryvoting qualifiziert hatten (daher auch keine Publikumsvotes). Die Jury ist vor allem angetan von der technischen Leistung der 4er-Kombo aus Bamberg. So sehen sie die Pop-Rock-Band, "instrumental gut, eingespielt und vielseitig". Auch die Performance fällt positiv auf bzw. das professionelle Auftreten. Dennoch fehlt es der Jury etwas an Experimentierfreude (v.a. da das Können vorhanden ist), was die guten Songs zu sehr guten werden lassen könnten. Auch bei der Interaktion mit dem Publikum sehen sie noch Verbesserungsbedarf. Wir freuen uns, dass sie bei uns in München waren und gratulieren zu Platz 4.

Unveil Me bringen dann mit ihrem progressive Metalcore auch etwas härtere Klänge in dieses Finale. Die Jury kritisiert vor allem, dass die hohen Shouts etwas unsauber (im Gegensatz zu den tiefen) sind und der Gesang ruhig mehr im Mittelpunkt stehen könnte. Dafür loben sie einstimmig die technischen Fähigkeiten, die Solis und die abwechslungsreichen Songstrukturen. Vom Publikum gibt's 54 votes und damit leider keine Qualifikation für das Juryvoting.

Dann wird es punkig, mit IQ Zero aus Bichl. Die Jury kritisiert, dass im Bereich Technik (Gitarre stimmen!), sowie im Zusammenspiel noch Verbesserungsbedarf ist. Außerdem könnte ihnen der "künstlerische Anspruch" etwas mehr durchscheinen, um auf den großen Bühnen auch langfristiger zu bestehen. Dafür loben sie die super Interaktion mit dem Publikum, das witzige und sympathische Auftreten, sowie den Einfallsreichtum (sehr besonderes selbstgemachtes Konfetti!), den die 5-Mann-Band beweist. Mit 74 votes reicht es dann auch für das Juryvoting, wo sie den 5. Platz belegen. Gratulation!

Danach sind Cessation dran! Der Jury fällt vor allem auf, dass es Schwächen im Songwriting gibt, so finden sie dieses etwas flach, an gewissen Stellen nicht sinnvoll und der Gesang sollte mehr beachtet werden. Positiv bewerten sie dennoch den Showeinstieg bzw. den 1. Song, der gute Elemente beinhaltet. Auch das Zusammenspiel wird gut bewertet. Dennoch: Da geht mehr! Leider auch vom Publikum nicht mit ausreichend vielen Stimmen für das Juryvoting bedacht, raus mit 42 votes.

Weiter geht's mit Owing To The Rain. Die Jury ist vor allem vom guten und gekonnten Songwriting begeistert, wenn sie sich auch wünschen würden, dass die 5 Jungs sich auch an kompliziertere Parts trauen und mehr Dynamik einfließen lassen würden. Die Interaktion mit dem Publikum gefällt ihnen ebenfalls sehr, die Bühnenpräsenz stimmt. Alles in allem sieht die Jury in der Dachauer Indie-Pop-Band eine mitreißende Band, die "Songs mit Charakter" präsentierten und sich durch stimmige Interaktion untereinander, sowie mit dem Publikum auszeichnen - ein extrem starker Gesamteindruck bleibt zurück. Dank 129 votes erreicht die Band auch das Juryvoting und am Ende heißt es nicht nur Publikumssieger, sondern auch Bayern-Sieger, sowie Süddeutschland-Sieger 2016! Ein absolut verdienter Sieg und damit: Obacht Taubertal!

Danach sind PERLE an der Reihe! Die Jury kritisiert v.a. das Arrangements der Songs, denen noch die Abwechslung fehlt bzw. etwas schwammig wirken. Auch im Bereich Ansagen, bzw. Performance sieht sie Verbesserungsbedarf. Technisch fällt die Bewertung dagegen durchaus positiv aus und vor allem der Einstieg ins Set erhält Lob.  Die 4 Jungs aus München qualifizieren sich auch mit 88 votes vom Publikum für das Juryvoting, wo es am Ende dann für Platz 7 reicht.

Zurück zum Punk, diesmal etwas poppiger und das mit A perfect mess. Obwohl die Songs der 4 Jungs eher schlichter strukturiert sind und sich die Jury mehr Dynamik bzw. Tempowechsel wünscht, punktet die sympathische Kombo vor allem im Bereich Gesang (mehrstimmig!), Show bzw. Performance und technischen Fähigkeiten. So attestiert man ihnen trotz der Songkritik "Ohrwürmer-Potential" und vor allem Drummer Flo wird extra nochmals für seine Performance gelobt. Vom Publikum gibt's dafür 84 votes und am Ende - nach Juryvoting - 3. Platz! Gratulation!

Es wird wieder Zeit für ein bisschen Metal! Future Sequence aus München hauen dem Publikum ihren progressiven Metalcore um die Ohren. Und die Jury ist begeistert! Technisch sehr stark bewertet, loben alle die Tightness. Die sinnvoll und vor allem anspruchsvoll arrangierten Songs fallen ebenfalls auf, sowie die "mega Shouts". Kritisiert wird, dass die Songs teils etwas zu verkünstelt wirken, was auf Kosten der Eingängigkeit geht, aber das ist natürlich Kritik auf hohem Level. Die 5er-Kombo aus München reißt alle mit und bringen das Publikum zum ausrasten, was der Jury hohe Showpunkte wert ist! Am Ende gibt es 87 Publikumsvotes und am Ende einen sagenhaften 2. Platz im großen Finalranking! Nice! 

Nächste Station: Flying Penguin und damit wieder Pop-Punk für das Münchner Publikum. Der Jury gefällt vor allem nicht, dass sich die Songs sehr ähneln in ihrem Aufbau bzw. in den Gesangs- & Gitarrenparts. Sie wünschen sich doch mehr Abwechslung, denn die Grundstrukturen sind durchaus gut. Dies könnte auch die Originalität verbessern, die zwar optisch umgesetzt wird, aber beim Green Day-lastigen Gesang wieder etwas auf der Strecke bleibt. Das Zusammenspiel kommt dafür gut weg, genauso wie die Qualität des Gesangs als solches. Das Publikum feiert auf jeden Fall und durch die Ticketregelung qualifiziert, belegen die Haager am Ende Platz 6!

Weiter geht's mit Eskimow und ihrem Wohlfühl-Rock aus München. Die Jury ist leider nicht so angetan vom Arrangement der Songs, die ihnen etwas zu eintönig und wenig aussagekräftig sind. Sie wünschen sich mehr Breaks und vor allem mehr Akzente der 4 Jungs.  Im Zusammenspiel erhalten die Rocker dafür gute Noten, sowie für ihre gesanglichen Leistungen. Am Ende reichte es leider nicht mit 57 votes für das Juryvoting. 

Dann sind Symmetric dran! Die Jury ist von der gesanglichen anspruchsvollen Qualität begeistert, registriert aber die Nervosität von Sänger Michael. Die eingängigen Gesangparts werden ebenfalls gelobt, ideal für die Fans zum mitmachen. Dennoch würde sich die Jury mehr Mut und Experimentierfreude wünschen, vor allem da die Fähigkeiten und die Ansätze ja vorhanden sind. So könnten dem Songwriting noch einige spannende Ausbrüche hinzugefügt werden, um es abwechslungsreicher zu machen. Im Großen und Ganzen gibt es viel Lob für die 5 Rocker., aber leider nur 49 votes vom Publikum und damit auch nicht im Juryvoting.

Danach kommen die am Tag zuvor qualifizierten Baden-Württemberg-Gewinner (Süd-West Finale in Karlsruhe) IZE auf die Bühne. Souliger Pop aus Mannheim. So findet die Jury auch die Songs modern, abwechslungsreich und groovig, wenn auch eher Radio wie Live-tauglich. Die Bühnenshow ist durchweg professionell, dennoch fehlt der 5-Mann-starken Band etwas der Erinnerungs- bzw. Wiedererkennungswert. Im Großen und Ganzen gibt es aber gute Noten der Jury und Kritik auf hohem Niveau. Die Jungs stehen am Ende gegen Owing To The Rain auf der Bühne und unterliegen knapp im Rennen um den Süddeutschland-Sieg und damit dem Gig am Taubertal-Festival. 

Endspurt im Backstage Werk! Vorletzter Act: Gadda Bohème aus München mit Hip Hop! Die Jury mag die sympathische Truppe und lobt ihre Originalität, die Performance und die Bühnenoutfits! Natürlich wird auch der Dudelsack besonders erwähnt, wobei er der Jury durchaus präsenter sein könnte. Die Songs gehen ins Ohr, doch dürften die HipHopper auch ein paar mehr Harmonien wagen. Alles in allem schneiden die 3 Jungs sehr gut ab, kommen aber auf Grund von 33 votes nicht ins Juryvoting. 

Letzte Band des Abends: Mullein aus Landshut. Die Jury ist noch fit und dadurch umso begeisterter von den 4 jungen Indie-Rockern. Das "erfrischende Songwriting", die gute Dynamik und die Harmonien kreieren einen originellen progressiven Sound. Kritisch sieht die Jury nur, dass die Performance noch etwas selbstbewusster sein könnte, ebenso wie die Professionalität (routiniertes Auftreten). Nichtsdestotrotz wird diese besondere Band extra ausgezeichnet mit dem Jurypreis, da es wegen der 34 votes auch nicht für das reguläre Juryvoting ausreichte. Also dennoch Glückwunsch zum Gewinn und danke für den besonderen Abschluss des Abends!

Das war es also das große Süddeutschland-Finale! An dieser Stelle ein großes Lob an alle Bands, die trotz des wunderschönen Wetters und damit der vielen Outdoor-Fans alles gegeben haben! Ein letztes MAL: Merci München!


Übersicht über die Preise:
Bayern:
Publikumspreis: Monster Merch Paket über 50 T-Shirts: Owing To The Rain
Jurypreis: Professionelles Fotoshooting mit Tobias Tschepe : Mullein
3. Platz: Groove Agent Software im Wert von 179€: A perfect mess
2. Platz: Recording Wochenende bei SAE Institutes München : Future Sequence
1. Platz: Qualifikation Süddeutschland-Runde: Owing To The Rain 
Süddeutschland: 
2. Platz: EP Produktion bei Vision Seven Media Studios: IZE
1. Platz: Gig am Taubertal Festival 2016 / Weltfinale: Owing To The Rain 

Unsere Juroren waren:
Andrea Petricca, CEO Emergenza Worldwide und Oh my sweet, Management Sofi de la Torre
Barbara Wildgruber, Produktmanagement Südpolrecords, Promotion Südpolradio
Jonas Immer, Inhaber Sun King Music, Management The Whiskey Foundation  
David Schäfer, Emergenza Assistant Manager Mitte / West 

Bewertung:
Jeder Juror konnte den 7 qualifizierten Bands einen Wert zuordnen: 5 / 10 / 15 / 25 / 50 / 75 / 100
Verteilung wie folgt: 


Bands Barbara  Jonas David  Andrea Summe
Platz
Drake Stone 75 25 25 15 140
4
IQ Zero 10 50 5 25 90
5
Owing To The Rain  100 100 100 100 400
1
PERLE 5 5 10 10 30
7
A perfect mess 25 15 75 50 165
3
Future Sequence 50 75 50 75 250
2
Flying Penguin  15 10 15 5 45
6

Foto /Credits: Tobias Tschepe

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