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Voll, voller - Semifinale Nummer 5 in München!

Volle Backstage Halle, viele motivierte Bands, voller Erfolg! Und als besonderes Highlight: Ninja Beats, Worldwinner 2015!



Besuchertechnisch war dieses Semifinale Nummer 5 mit Sicherheit das Erfolgreichste, denn nicht nur die 9 Bands haben ordentlich die Werbetrommel gerührt, sondern auch unser Special-Act aus Japan – die Emergenza Weltgewinner 2015 – aus Japan Ninja Beats haben den ein oder anderen Musikliebhaber zu uns in die Backstage Halle gebracht!

Los geht’s also schon um 18.30 Uhr mit den Jungs von The Tonecooks! Ursprünglich zu 4., stehen sie heute nur zu 2. auf der Bühne, der Rest – unterwegs auf Weltentdeckung – vertreten durch täuschend ähnliche Zeichnungen! Dem Sound schadet das aber keineswegs, denn die nun akustisch interpretierten Songs mit Gitarre und Jembe sind eindringlich und gehen ins Ohr! Ja showtechnisch definitiv noch ausbaufähig, punkten die Indie-Rocker mit Authentizität, Potential und Stimme! Zu unrecht ausgeschieden mit 37 votes.

Als nächstes sind Stonewell dran. Sie präsentieren eine durchaus interessante Mischung aus Pop-Rock und Crossover. Wobei hier angemerkt werden muss, dass vor allem die härteren Crossover-Parts ihnen gut stehen! Die technischen Fähigkeiten scheinen leider zu wenig durch, denn auch wenn die Solos stark sind, dürfte dieses Können beim restlichen Song mehr gezeigt werden. Bedeutet: wenn die Songs den Fähigkeiten entsprechend arrangiert werden, etwas anspruchsvoller, dann kann das richtig knallen! Im Fazit war dies ein guter Auftritt, der in Zukunft mit etwas mehr Schliff, ein super Auftritt werden kann! Ebenfalls leider ausgeschieden mit 47 votes.

Danach sind Link Out dran und die haben Bock! Das merkt man sofort auf der Bühne und das steckt auch das Publikum vor der Bühne an. Klar, die 3 müssen noch an einigen Dingen arbeiten, so geht der Gesang hin und wieder daneben und auch aus den Songs könnte man mehr raus holen. Aber lieber gibt man alles on stage und haut mal daneben, wie anders herum! Respektabler Auftritt der NuRocker, dennoch vom Publikum nur 36 votes und damit leider ausgeschieden.

Nun wird es Zeit für ein bisschen Pop! Gesagt, getan, Divarious kommen. Leider um eine Sängerin dezimiert in der heutigen Show, merkt man ihnen leider auch bei den Harmonien das fehlende Mitglied an. Dennoch sitzen aber die technische Beherrschung und die Show so souverän, dass es bei einem neuen Zuhörer wahrscheinlich nicht so sehr ins Gewicht fällt.
Schön zu sehen, dass sie das Cover aus der Vorrunde zu Gunsten eigener Musik weg gelassen haben, denn dort brillieren sie auch deutlich mehr. Die eindeutige Genre-Richtung (Pop, Salsa, R'nB) fehlt zwar immer noch, aber was soll's: Diese Kombo hat und macht Spaß! Echt knapp am Juryvoting vorbei geschrammt und mit 53 votes ausgeschieden.

Weiter geht’s dann mit der härtesten Band des Abends: Beyond Havok zeigen eine Mischung aus Hard Rock und Melodic Metal. Größte Stärke des Quintetts ist die Bühnenperformance, einfach rum stehen tut da keiner, dennoch bleibt es natürlich! Sehr gut. Leider gibt es von der Jury Abzüge beim Gesang, so sind v.a. die Clean-Vocals häufiger mal daneben, wobei die Growls deutlich stärker sind (aber alles von einem Sänger, was wiederum nicht so leicht ist!). Eventuell wäre es eine Idee den reinen Gesang an eine weitere Person auszulagern? Wie auch immer stellen sich die Jungs souverän der vielen mitgebrachten Fans und mit etwas eingängigeren Songs bzw. innovativerem Sound schaffen sie es das nächste Mal auch sicher ins Finale, denn super knapp auf dem 4. Platz, ist am Ende leider Schluss, vom Publikum gab's 72 votes!

Wenn es bis eben schon voll war, Owing To The Rain machen es voller! Da gibt es Spruchbanner, Höschen fliegen auf die Bühne, die Backstage Halle feiert! Ja bei genauerem hinsehen, merkt man dem ein oder anderen die Nervosität an. Dennoch präsentieren sich die 5 Jungs nicht nur technisch fit, sondern auch gesanglich ziemlich stark. Die Pop-Songs bleiben im Kopf, sind größtenteils gut arrangiert. Aber was besonders auffällt ist die stimmige Show – von der Performance bis zur Interaktion mit dem Publikum. Eine sehr vielversprechende Band mit einem Haufen Charisma und demnach unglaublichen 144 Punkten vom Publikum. Am Ende reicht's dann auch noch zu Platz 1! Also Süddeutschland-Finale, Obacht, Dachau kommt und ist heiß drauf!

Next up: Jammin with Joe! Etwas gediegener Sound, einer nicht weniger sympathischen Truppe, ganz im Blues-Rock-Style. Diesmal vocal-technisch mit weiblicher Unterstützung, definitiv - nicht nur optisch - eine echte Bereicherung. Weiterhin gibt es leider noch Verbesserungsbedarf in den Hauptvocals und auch die Songs bleiben zum Teil etwas eindimensional. Dennoch ist das sicherlich eine Band, bei der man gerne mal zuhört, denn Showtechnisch und Charismatisch punkten die 5 Musiker nicht nur beim Publikum! Denn das schickt sie straight in die Juryrunde mit 69 votes, hier dann leider der undankbare 3. Platz, aber darauf können die Rückkehrer dennoch stolz sein!

Ein bisschen Punk gefällig? Kein Problem, wir haben für euch ja auch IQ Zer0 mitgebracht! Heute wieder in normaler 5er-Besetzung zeigen die Jungs aus Bichl super authentisch wie Punk à la Green Day auch heute noch einwandfrei funktionieren kann! Von der leicht rotzigen Attitüde angefangen, über die (grünen) Haare bis zum Gesang – das Paket stimmt! Das schlägt sich dann auch direkt proportional zur Bühnenperformance nieder, die - super umgesetzt - das Publikum direkt mitreißt. Auch das Songwriting fällt der Jury als sehr positiv auf. Am Ende gibt’s 57 votes und damit Juryvoting: Platz 2 für die Punker und hallo Süddeutschland-Finale!

Zum Abschluss der regulären Contest-Runde: Amphis! Vorab muss gleich mal gesagt werden, dass im Vergleich zu Vorrunde, die Jungs sich schon mal richtig verbessert haben und auch nach dieser Show nicht anderes zu erwarten ist, wie das! Respekt dafür! So ist ihre Show wirklich gut, die Performance (mit einer kleinen Ausnahme...you know) stark. Auch vocal-technisch deutlich sicherer trotz der sicherlich respekteinflösenden Location! Beim Arrangement hapert's zwar noch an manchen Ecken, da geht noch mehr, da geht noch mehr Eigenständigkeit. Dem Publikum gefällt der HardRock auf jeden Fall: 44 votes und damit trotzdem leider auch ausgeschieden.

Als Abschluss des heutigen Abends gibt es dann ein echt besonderes Highlight: Ninja Beats aus Japan sind zu Gast und zeigen eine dermaßen starke Show, die so sicher noch keiner zuvor gesehen hat. Diese besondere Mischung aus EDM und Akustisch-folkloristischem Sound (mit einer japanischen Schamisen) ist einfach ziemlich einzigartig. Und wenn das noch nicht reicht, kommt wahnsinniges Beatboxing und Gänsehaut-Gesang dazu. Spätestens jetzt versteht man warum sie letztes Jahr den Titel Worldwinner 2015 eingeheimst haben!
Wer die 4 noch nicht kannte oder nicht mehr gesehen hat: lasst ihnen doch auf Facebook einen Like da und hört euch ihre Sachen an!
https://www.facebook.com/ninjabeats.jpn 
Thanks so much, Ninja Beats, for visiting us – it was a real pleasure having you!

In dem Sinne, ein toller Abend und wie immer: merci München!
Bis zum Süddeutschland-Finale am 09. Juli 2016!

4 aus 9 Bands schafften es (mit den höchsten Publikumspunkten) ins Juryvoting und am Ende konnten sich 2 glückliche Bands über den Einzug ins Süddeutschland-Finale am 09. Juli 2016 freuen!

Hier die Zahlen im Überblick:
1. Owing To The Rain: 144 (Publikum) plus 125 (Jury) → 269
2. IQ Zer0: 57 (Publikum) plus 97 (Jury) → 154

3. Jammin with Joe: 69 (Publikum) plus 82 (Jury) → 151
4. Beyond Havok: 72 (Publikum) plus 75 (Jury) → 147

In der Jury saßen:
Benny (Tontechniker / Musiker), Flo (Emergenza-Assistent Süd-West / Backliner), Alessa (Uni-Sommerfest / TLS / Bookerin)


Foto / Credits: Tobias Tschepe http://www.tobiastschepe.de/



Jury Summe jeweils max. 30 Punkte (10 pro Juror)
Bandname Song Qualität Gesang / Stimme Spiel-technik Show Gesamt-eindruck Summe Jury
The Tonecooks 21 23 21 18 22
Stonewell 17 20 19 20 19
Link Out 16 15 17 18 16
Divarious 20 21 21 21 19
Beyond Havok 15 12 15 20 13 75
Owing To The Rain 24 26 23 27 25 125
Jammin with Joe 15 14 18 18 17 82
IQ Zer0 20 18 17 22 20 97
Amphis 16 19 17 19 17

1. Song Qualität: Songwriting, Arrangement
2. Gesang / Stimme: Qualität, Eigenständigkeit, evtl. auch engl. Aussprache. Bei Rap auch Reim und Flow. 
* Bei Instrumentalbands wird Spieltechnik doppelt bewertet, bzw. kann diese Rubrik für das Soloinstrument stehen.
3. Spieltechnik: technical Skills, instrumentale Beherrschung, Zusammenspiel, Solis
4. Show: Bühnenperformance, Ansagen, Interaktion mit dem Publikum, (Bühnenkleidung - kann evtl. auch in 5. einfließen)
5. Gesamteindruck: Charisma, Authentizität, Innovation, Eigenständigkeit, Potential
 

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