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2017

24

Juni

Heiße Bands, Gluthitze und der Gewinner fährt nach Berlin

Sachsen-Finale 2017 im legendären Beatpol Dresden
2017

17

Juni

Nach einem wundervollem Konzertabend steht der Sieger im Ruhrpottfinale fest.

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2017

16

Juni

Das Lineup für das Westdeutschlandfinale steht nun fest.

Die letzten Semifinalisten ließen im Luxor, Köln nochmal die Wände wackeln.
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CD-Rezension: Shot In A Continental – A GLIMPSE OF THINGS TO COME

Etwas weniger wäre mehr gewesen.



Die erste EP der Leipziger Metalcore Band Shot In A Continental lautet auf den malerischen Namen A GLIMPSE OF THINGS TO COME und zeigt John F. Kennedy auf dem Cover. Luis Martinent (voc), Michael Geib (git), Konstantin Seumel (git), Leopold Volk (bass) und Samuel Clemens (drums) lassen den amerikanischen Ex-Präsidenten im ersten Track „A Glimpse“ die einleitenden Worte sprechen, um ihn mit anschwellenden Gitarren, Double-Bass und Screams nach kurzer Zeit zum Schweigen zu bringen.

Der Sound von Shot In A Continental ist roh, kratzig und wütend. In den Texten der fünf Leipziger werden allerdings nicht nur Kampfansagen getätigt, sie wiederbeleben in „Broken Illusions“ sogar die griechische Mythologie. Dass alles dabei ungelenk und nicht auf den Punkt wirkt, liegt größtenteils an dem Zusammenspiel und an den viel zu vielen unterschiedlichen Song-Parts, die zu abrupten Brüchen in den Liedern führen. Hier sollte die Devise lauten: Weniger ist oft mehr. In jedem Song spielt das Schlagzeug zudem komplizierteste Rhythmen auf die von Gitarre und Bass (nicht perfekt eingespielten) vorgegebenen Riffs, trifft allerdings nicht jeden Schlag sauber und produziert damit Kauderwelsch, der die EP anstrengend zum Hören macht.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Melodie-Gitarre, die in jedem Song in jeder Minute zu hören ist und größtenteils keine bereichernden Licks spielt, sondern nur nebenher gedudelt wirkt, damit neben den Screams und dem Brett noch etwas anderes zu hören ist. In „Limits“ ist sie ab Minute 2:24 richtig gut und sollte in dieser Form öfter gefeatured werden, ansonsten darf sie auch gerne einmal schweigen um als Krönung des Songs zurückkehren zu können.

Highlight der EP ist das Instrumental „Things To Come“ ganz am Ende. Den Song durchzieht eine packende Spannungslinie gepaart mit einer schaurig schönen Melodie, die durch die Rhythmusfraktion gut untermalt wird.

Fazit: Reduziert man die verschiedenen Song-Parts, bringt die Melodie-Gitarre zu einem besseren Einsatz und achtet auf das Timing, dann wird es eine erfolgreiche Folge-Platte geben.

PV: 5/10 Punkten

Wenn ihr auch eine CD-Rezension zu eurer Platte haben wollt, lest bitte hier, wie ihr dazu kommt.