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2017

24

Juni

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Sachsen-Finale 2017 im legendären Beatpol Dresden
2017

17

Juni

Nach einem wundervollem Konzertabend steht der Sieger im Ruhrpottfinale fest.

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2017

16

Juni

Das Lineup für das Westdeutschlandfinale steht nun fest.

Die letzten Semifinalisten ließen im Luxor, Köln nochmal die Wände wackeln.
NEWS

CD-Rezension: Sinride - EVENFALL

Progessiver Metal mit Melodie aus Hamburg



Seit 2009 gibt es die Band Sinride aus Hamburg, die 2012 mit EVENFALL die ersten Schritte im Musikbusiness wagten. Bis zur eigenen Veröffentlichung ihres Albums haben Tim (voc, git), Denis (keys, voc), Lars (bass) und Nils (drums) rein auf dieses Ziel hingearbeitet, weshalb die Jungs ihr Bühnendebut auch erst in diesem Rahmen vollzogen.

Der Sound des Albums klingt reif und rund. Die Struktur ist klar, jedes Instrument ist deutlich zu hören und die Abmischung ist sauber und gelungen - beste Voraussetzungen also um mit EVENFALL durchzustarten. Hier und da hört man, dass die Drumsounds aus der Konserve kommen, der Rest ist von der Abstimmung jedoch durchwegs positiv.

Musikalisch ist das Album angelehnt an Iron Maiden, Agathodaimon und Monster Magnet. Die Band packt in jeden Song ungewöhnlich viele verschiedene Parts, die jeden Song auf mehr wie fünf Minuten aufblähen. Das kann funktionieren, tut es aber nicht immer. Einigen Songs haften gewisse Längen an, da einfach zu viele Ideen in zu vielen verschiedenen Teilen untergebracht werden.

Am Extremsten wird der Hörer bei dem Song „The Mirror“ auf die Probe gestellt. Dieser glänzt mit vielen verschiedenen Strophen- / Refrainteilen, die mal ternär, dann doch binär ausfallen, von einem Solo unterbrochen werden, auf das ein hartes Brett folgt, welches selbst noch einmal in einem strophenähnlichen Part mündet,... Hier hätte ein Rotstift bei der Entstehung gut getan, da die Ideen für drei Songs gereicht hätten. Im Song „Choice“ liefert die Band die passende Aussage: „You have a choice, go the ordinary way“.

Die Texte können diese Schwachstellen leider nicht ausgleichen, sie sind oft zu simpel und zu plakativ gestaltet. Den englischen Texten haftet zudem ein deutlicher deutscher Akzent an.

Unterm Strich: Unmusikalität ist der Band definitiv nicht vorzuwerfen, die Platte sorgt für schöne Momente - an vielen Stellen harmoniert die Stimme super mit den Gitarren und Synthies, die Jungs arbeiten mit wohl durchdachten gegenläufigen Melodien und passend eingesetzten zweistimmigen Gesängen, die einen in die Musik fallen lassen. Das Highlight „Evenfall“ überzeugt mit einem großartigen Refrain, der einen vielversprechenden Nachfolger dieser Platte vermuten lässt, wenn die Bands ihre Ideen in der Zukunft richtig und genügsam einsetzt, sowie textlich noch einen großen Schritt nach vorne geht.

PV - 5/10 Punkte


Wenn ihr auch eine CD-Rezension zu eurer Platte haben wollt, lest bitte hier, wie ihr dazu kommt.