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2017

24

Juni

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2017

17

Juni

Nach einem wundervollem Konzertabend steht der Sieger im Ruhrpottfinale fest.

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2017

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Juni

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CD-Rezension: Altedo – FOLLOW THE LIGHT WAY

Nürnberger Alternative Rock mit kleinem Pop-Einschlag.



Im Gegensatz zu ihrem Albumtitel gehen die Jungs von ALTEDO ihre Musik ganz schön „heavy“ an. Alternative Rock mit ordentlich Bums ist weithin zu hören, wenn die fünf Nürnberger an den Instrumenten walten. Alex (vox), Caner (lead git), Jurij (git), Jonas (bass) und Flo (drums) kreieren einen Sound, der eine gute Mischung aus Creed, Staind, Bullet For My Valentine und Papa Roach darstellt. Dabei verzichten sie überwiegend auf Samples und konzentrieren sich auf die wesentlichen Bestandteile von gutem Rock.

Sänger Alex lässt die Texte oft in ungewöhnlichen Melodieführungen erklingen, die je nach Song mal mehr, mal weniger eingängig bzw. durchdacht sind, während die Rhythmusfraktion mit den Gitarren im Einklang für eine grundsolide Basis sorgt. Man hört, dass jeder sein Instrument gut beherrscht und an den richtigen Stellen für „Ah“s und „Oh“s sorgen kann. Die Texte an sich sind leider oft etwas zu flach und durchsichtig geraten, dabei ist die Stimmfarbe des Sängers wunderbar dazu geeignet den Zuhörer einzuspannen, Geschichten zu erzählen und diese mit Melodien zum Leben zu erwecken.

Der hervorstechendste Song auf dem Album ist zweifellos „Certain Fragments“, der gleich am Anfang nach einem kurzen Intro richtig aufs Gas tritt. Schöne Screamings wechseln sich elegant mit weichem Gesang ab. Die sphärischen Gitarrenklänge in der Strophe setzen obendrein einen guten Kontrapunkt zum harten Refrain, während das Schlagzeug mit sauber durchdachten Rhythmen das Sahnehäubchen darstellt.

Die anderen Songs des Albums lassen auch desöfteren aufhorchen, so bastelt die Band bei vielen Songs interessante Intros, Bridges und Outros. „Follow The Light Way“, der zu den härtesten Nummern des Albums zählt, punktet unter anderem mit Bridge und Outro, während „Would You“ einen sanften Einstieg mit schönen Delay-Gitarren wählt.

Sehr gut getroffen haben die Jungs den Prechorus von „Loneliness“: Nach dem kompletten Wegnehmen der Energie streicheln eine Akustikgitarre und Alex' warme Stimme das Trommelfell des Hörers, bevor der letzte Refrain noch einmal losdonnert.

Zu ebendieser Akustikgitarre wird auch im Ausreißer des Albums gegriffen. „Let Me Use You“ zeigt eine komplett neue Seite der Band, die nicht nur überrascht, sondern einen schönen Abschluss darstellt. Angehaucht aus der Renaissance erklingen nur akustische Instrumente und beenden ein durchaus gelungenes Album, das ein wenig damit zu kämpfen hat, dass sich einige Songs zu sehr ähneln.

Die Band befindet sich spielerisch auf höchstem Niveau und kann mit ein paar Sessions mehr noch viel aus sich rausholen. Die Zukunft wird es zeigen, ob sie ihre Stärken nutzt und bald auf dem Rock-Olymp wiederzufinden ist.

PV - 6/10 Punkte

Wenn ihr auch eine CD-Rezension zu eurer Platte haben wollt, lest bitte hier, wie ihr dazu kommt.