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Thalia

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    Info:
    Zeche BochumPrinz-Regent-Str. 50-60, Bochum Pokaż mapę
    Zespół   Gatunek muzyczny Video Audio Głosy
    1 Tyler Leads Heavy Rock 95
    2 Tim Kamrad Pop Rock 89
    3 Insept Rock metal 94
    4 Instant First Try Metal core 81
    5 Diversity of Darkness Symphonic Metal 96
    6 Die Versenker Pop Rock 55
    6 Trendvulkan Cross-over 22
    6 Das weisse Rauschen Rock 40
    6 Mess Around Pop Punk 31
    6 Tumulus Metal cross over 34
    6 Echtze!t Rock 57
    6 Huckleberry´s Wildest Dream Hard Rock 52
    6 Psaikorillaz Alternative rock 61
    MEDIA
    Als wir gegen 14:30 Uhr in der Zeche ankamen, war noch kaum vorstellbar, dass hier bald eine fette Rockshow mit 500 Zuschauer und 14 Bands stattfinden sollte. Der Aufbau war im vollen Gange, da trudelten schon die ersten beiden Bands ein. Viel zu früh und sichtlich aufgeregt sowie erwartungsvoll durchstreiften sie den Club und nahmen ihre Bühne unter die Lupe. Die Münder standen offen und man hörte Kommentare wie „ist das geil“ – „mega Bühne“ – „Boah ich hab Bock“!

    Danach ging alles ganz schnell. Wir waren ready! Spannung lag in der Luft. Die Bands bereiteten sich ganz unterschiedlich auf ihren Gig vor. Die einen präparierten und putzten über Stunden ihre Instrumente – die anderen hatten schon bald den ersten Kasten Bier leer getrunken. Wiederum andere verkauften noch die letzten Tickets.
     
    Pünktlich um 18 Uhr ging es los. Neugierig standen die ersten Zuschauer im Club und erwarteten die Opener TUMULUS. Die Band war keinem eindeutigen Genre zuzuordnen. Ein bisschen Metal, ein bisschen Crossover bekamen wir zu hören. Dazu harte Riffs mit weiblichen Vocals, die durch heftige Shouts einen AH-HA Effekt auslösen. Die Combo hatte zwar direkt ein ansehnliches Publikum vor der Nase, jedoch konnten sie keinen Top Start hinlegen. Es könnte daran liegen, dass bei ihnen nicht eindeutig zu erkennen war, wo sie mit ihrer Musik hin wollten. Technisch kann man nicht meckern, die Band war tight. Im Gesamtpaket holten sie sich vom Publikum 34 stimmen. Damit konnten sie die Jurywertung nicht erreichen.

    Danach hatten wir MESS AROUND aus Gütersloh auf der Bühne. Die smarten Boys spielten ihre Vorrunde und das Semifinale in Bielefeld. Sie waren die einzigen, die nur mit zwei eigenen Fans zur Unterstützung angereist waren. Das war sehr übersichtlich. Schade. Hier war klar, dass die Jungs nicht das Ziel verfolgten in Bochum etwas zu erreichen. Hauptsache eine Show spielen, war wohl eher die Einstellung. Da fehlt uns doch etwas der Ehrgeiz. Die Bühnenperformance und die Interaktion mit dem Publikum waren kaum vorhanden. Daher ließen sich auch wenige Zuhörer mitreißen. Beim Voting gab es daher nur 31 Hände. Das klare AUS im Wettbewerb.

    Mit der dritten Band gab es das erste Highlight in der Zeche. DIVERSITY OF DARKNESS – mit dem seltenen Genre Symphonic Metal boten uns ein spannendes Set. Ich selbst hatte diese Band dort zum ersten Mal gesehen, da meine lieben Kollegen bei den Konzerten zuvor die Band betreuten. Sau stark, dass ich sie im Finale nun sehen konnte. Die Musiker und auch die Fans trugen starke Outfits auf. Mich begeisterte ebenso, dass wir eine Sopran – Blockflöte während des Sets hörten. Das hatte ich zuvor bei Emergenza noch nie gesehen. Die Fans waren sichtlich begeistert und sangen lautstark die Texte ihrer Helden mit. DOD holten sich mit 96 Stimmen den Publikumssieg und gewinnen damit einen tollen Gutschein von Monster-Merch. Hier wird es also bald 50 neue T-Shirts der Band geben. In der Gesamtwertung der Jury landeten sie auf Platz 5. Nur Platz 5? Traurig? Quatsch! Aber ganz und gar nicht. Es war schließlich FINALE – das Niveau sehr hoch und es haben in dieser Region über 70 Bands teilgenommen. Die Band darf sehr stolz sein.

    Wer ebenfalls eine Top-Leistung ablieferte, waren PSAIKORILLAZ. Die Band hatte gut zwei Stunden Anreiseweg aus Osnabrück hinter sich. Den ganzen Weg reisten 30 Fans mit ihnen - sehr nice. Die Jungs waren den ganzen Tag gut drauf und happy. Sie hatten wirklich Bock auf diesen Abend. Sie wollten die Bühne erobern. Für sie, nichts einfacher als das. Vollgas! Vollgas! Vollgas! Die Bühnenshow ging ab. Das Publikum fühlte sich sehr gut unterhalten und votete fleißig mit 61 Händen. Leider verpassten sie damit recht knapp den Einzug in die Jurywertung. Schade! Psaikorillaz bekommen von uns den Stempel: sehr empfehlenswert. Also besucht deren Konzerte!

    Danach wurde es wieder regional. ECHTZEIT aus Bochum waren dran. Sie hatten wie gewohnt eine starke Fanbase dabei, die vor der Bühne für gute Stimmung sorgte. Die Band wurde fleißig mit Applaus und Zurufen unterstützt. Die Rhythmusfraktion bot eine solide Leistung. Sonst wirkte die Combo leider eher unaufgeräumt und nicht stimmig. Hieran muss noch gearbeitet werden. Die Bands ist schon ein tolles Projekt, muss aber noch geschliffen werden. Sie konnten an das hohe Niveau im Finale nicht anknüpfen. Vielleicht sieht das in 1-2 Jahren schon ganz anders aus. Mit 57 Votes verabschieden sie sich aus dem Wettbewerb.

    Die Nächsten kamen ebenfalls aus Bochum. INSTANT FIRST TRY – die ultra sympathischen Jungs, die ein wenig nervös ihrer Bühnenzeit entgegen fieberten, warteten auf den Startschuss, der um kurz nach 20 Uhr fiel. Die jungen Wilden durften sich in der Zeche austoben und mit ihren Fans feiern. Ruckzuck wurde es noch ein paar Grad heißer im Club. Schweiß, Core, Shouts, Party und eine tighte Band. Geht voll klar. Wir hatten mit IFT mega viel Spaß. Die Jury verteilte gute Kritik, hatte aber auch Anmerkungen, die verbessert werden könnten. Aber wer ist schon perfekt? Das braucht es auch nicht um gut abzuschneiden. Die Band holte sich vom Publikum 81 Stimmen und landete in der Gesamtwertung auf Platz 4. Sie gewinnen Gästelistenplätze für das Ruhrpott-Rodeo und dürfen sich so also schon bald auf dem nächsten Festival austoben.

    Die Halbzeit wurde eingeläutet von HUCKLEBERRY´S WILDEST DREAM. Hier waren die nächsten Kandidaten aus der Bielefeld-Runde. Die Herren versüßten sich die Wartezeit auf ihren Gig mit viel Bier. Zur Show hatten sie dann den richtigen Rock-Pegel um der Zeche einzuheizen. Viele eigene Fans waren nicht mit angereist, jedoch konnten sie sich sehr schnell in einige Hardrock-Herzen spielen. Spaß haben und Biertrinken würde ich das Ziel der Band beschreiben. Dieses haben sie auch erreicht. Auch im Ruhrpott-Finale boten sie wieder solide Unterhaltung. Bei der Jury mussten sie ein paar Kritikpunkte bzgl. Tempo und Vocals hinnehmen. Mit 52 Stimmen vom Publikum kam die Jurywertung jedoch nicht zum Tragen. Bye, bye HWD! Hoffentlich bis bald mal wieder.

    Das große Staunen kam mit TIM KAMRAD. Grade mal 19 Jahre jung ist der Bursche. Schon mit dem ersten Song haute er uns alle um. Er liefert eine wahnsinnige Stimme, eine grandiose Ausstrahlung – der Funke zum Publikum sprang sofort über. Mit viel Energie und Selbstsicherheit, aber ohne arrogant zu wirken, lieferte er hier ab. Unterstützt wurde er mit Drums und Bass, wobei er hier sehr deutlich polarisierte. Die Jury und auch das Publikum waren sich sehr einig, dass man hier grade einen der Favoriten sehen würde. Der Club tobte und die Zuschauer hoben grandiose 89 Hände. In der Gesamtwertung platzierte er sich auf Platz 2. Glückwunsch! Damit gewinnt er ein zweitägiges Recording an der SAE, wo er in Bochum mit den Dozenten der Universität ins Studio gehen wird.

    Die nächste Band stand schon zum zweiten Mal in einem Emergenza-Finale. Vor einigen Jahren waren DIE VERSENKER schon in der LMH in Köln – diesmal schafften sie es ins Ruhrpottfinale in der Zeche. Leider blieb ihnen die Fanbase aus. Ein paar wenige Freunde waren gekommen um die Band zu unterstützen. Für das Trio galt also die Herausforderung, das „fremde“ Publikum für sich zu gewinnen. Mit einer guten Bühnenshow, guten Ansagen und einer sehr guten Stimme konnten sie punkten. Die Jury war begeistert und hatte eine starke Wertung für die Band parat. Leider konnten sie mit nur 55 Händen nicht unter die Top 5 kommen. Allerdings sollten sie nicht leer ausgehen und sie bekamen kurzerhand den Jurypreis verliehen. Sie gewinnen damit einen Promoshoot von Echromatique im Wert von 500 Euro.

    Und dann machte es BÄ BÄÄÄÄÄÄÄM! Wer uns alle komplett von der Platte fegte ist die Frage? Da gab es an diesem Abend nur eine einzige Band, die uns durchweg mit offenem Mund vor, auf und neben der Bühne hatte stehen lassen. TYLER LEADS !!!!! Mir fehlten die Worte! BÄM – waren die Jungs da. 200% lieferten sie ab. Sie konnten uns in jeder Kategorie überzeugen. Starker Gesang, sehr gutes Zusammenspiel, interessantes Songwriting, sagenhafte Show, professionelle Band – im Gesamteindruck also ein WOW! Klar, die Band wollte mit ihren Fans im Nacken zeigen wo der Hammer hängt. Mit voller Unterstützung tobten diese vor der Bühne, aber ebenso waren viele Zuschauer, die die Band noch nie zuvor gesehen hatten am Staunen. Und die Jury hättet ihr sehen sollen. Sie sahen durchweg allesamt so glücklich aus während sie sich Tyler Leads anschauten. Dies ließ im Vorfeld schon erahnen, dass die Jungs gut abschneiden würden. Vom Publikum holten sie sich 95 Hände ab. Die Juroren verliehen ihnen alle 4, einstimmig – PLATZ 1 !!!!!!!!!!!! Glückwunsch! Sie stehen nun im Nordwestdeutschen Finale und werden am 30.07 in der Live Music Hall – Köln um den Einzug ins Weltfinale spielen.
     
    Im Backstage und auf dem Clubgelände erlebte man die Band DAS WEISSE RAUSCHEN eher zurückhaltend. Sie waren sehr unscheinbar und kaum zu sehen, während sie auf ihren Gig warteten. Ich kann leider überhaupt nicht abschätzen, wie sie die Zeit während des Wartens verbracht haben bzw. wie sie sich dabei gefühlt hatten. In der Vorrunde erlebte ich mit ihnen eine sehr energiereiche Show. Heute empfand ich sie leider sehr starr auf der Bühne. Zwar wurde dies von Song zu Song besser, aber sie waren an diesem Abend nicht in Höchstform. Es fehlte die Dynamik. Dies entging auch dem Publikum nicht. So gab es hier nur noch 40 Stimmen für die Combo.

    Leider war nun der Zeitpunkt des Verschnaufens gekommen. Das Publikum war nach so vielen Bands, der Hitze und dem vielen Bier angeschlagen und erholte sich Großteils draußen im Biergarten. Daher waren nun vor Bühne einige Lücken im Publikum. TRENDVULKAN hatten die schwere Aufgabe den Club wieder zu füllen. Teilgenommen hatten sie in Münster. Die Vorrunde und das Semifinale meisterten sie im Spaziergang. Diesmal fehlte ihnen die große Masse an Fans, die ihnen die Sicherheit gab, in aller Ruhe frei aufspielen zu können. In Bochum taten sie sich schwer. Das Zusammenspiel war nicht astrein. Das Tempo schwankte. Sie wirkten auf der großen Bühne etwas verloren. Man sah ihnen an, dass sie mit sich selbst nicht zufrieden waren. Aber nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Es kann nicht immer alles glatt laufen. Sie bekamen 22 Votes vom Publikum und mussten sich an diesem Abend geschlagen geben.

    Wach, wach, wach! Wir wurden wieder hellwach mit INSEPT. Die jungen Burschen lieferten uns fetten, modernen Metal. Die Outfits saßen – rein optisch machten sie uns schon eine Ansage. Am Bass spritzte sogar das Blut. Von Anfang bis Ende gaben sie Vollgas. Bei der energiegeladenen Bühnenshow verstauchte sich der Sänger den Fuß, als er von der Bühne sprang. Alles für die Fans, alles für ein gutes Konzert – die Jungs zeigten vollen Einsatz. Die Band trat in einer Einheit auf, das machte sie stark. Sie hatten das Publikum im Griff. Diese tobten sich im Endspurt nochmal richtig aus. Als letzte Band im Wettbewerb holten sie nochmal sagenhafte 94 Stimmen vom Publikum. Damit waren sie sicher in der Jurywertung. Diese wählte sie auf Platz 3. Neben einem tollen Konzert sahnten sie noch ein Steinberg Cubase und einen Gutschein für Gästelistenplätze in der Matrix ab.

    Während die Jury sich den Kopf zerbrechen musste, bekamen die Zuschauer Zucker auf die Ohren. Wir hatten einen Gastmusiker eingeladen. Im Club herrschte eine tolle Atmosphäre, als NICO LASKA – Singer/Songwriter aus Frankfurt auf der Bühne stand und seine Songs aus vollem Herzen präsentierte. Das Publikum genoss das sehr. Nur eine Acousticgitarre und dazu der Sonnenschein Nico. Die Wartezeit war also super genutzt worden. Sogar die Band THE MUNITORS, die wenige Stunden zuvor noch auf dem Bochum Total spielte, wollte sich diesen schönen Moment nicht entgehen lassen und besuchte uns noch kurz. Ein toller Abend war das! Eine tolle Saison war das!

    Nochmal ein gigantisches Dankeschön an alle Bands, Fans, Freunde, Familien, Clubs, Helfer, Backliner, Juroren, Techniker, Lichtleute, Secu´s, Sponsoren, Tresen Leuten und allen, die zu den tollen Konzerten beigetragen haben. Ich lieb es!
    Bis bald! Eure Sabrina


    Hier die Juryplatzierungen:


    Bands Amiram Dorette Joscha Karan Summe Pos.
    Tumulus





    Mess Around





    Diversity of darkness
    5 4 4 4 17 5
    Psaikorillaz
    Echtzeit
    Instant First Try
    3 3 5 5 16 4
    Huckelberry´s Wildest Dream
    Tim Kamrad
    2 2 2 2 8 2
    Die Versenker
    Tyler Leads
    1 1 1 1 4 1
    Das weisse Rauschen
    Trendvulkan
    Insept 4
    5 3 3 15 3

    Du interessierst dich noch für die Jury und Detailinfos zu den Preisen, dann gehe hier zum entsprechenden Artikel.

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