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REVIEWS

Semifinale Kings n Queens

Das 4. Semifinale in München 2014 - Hohes Niveu!



Den Anfang machten Synkonic. Trotz des guten Wetters strömten pünktlich zu den ersten Klängen des Trios die Leute in die Backstage Halle. Was die Jungs boten, war mehr als solide. Etwas Stoner Rock, etwas Grunge, eine ziemlich coole Mischung, top Songwriting, spielerisch/technisch eine absolute Ansage!! Die Drei wissen wohl genau was sie da machen und performten dementsprechend laid back aber passend. Eine tolle Live Band von der man wohl auch in Zukunft noch was zu hören bekommt. Leider reichte dies nicht, um sich unter die ersten 4 Bands zu spielen.


49 Days waren ein weiteres Trio. Musikalisch poppten hier reihenweise die Green Day Vergleiche auf. Musikalisch sicher nicht die Neuerfindung des Rades, aber toll umgesetzt. Den Sound den die Jungs machen beherrschen sie absolut, speziell im Bereich Songwriting. Da war jeder Ton wo er hingehörte. Darüber hinaus mit Abstand eine der am besten performenden Bands. Hier wurde schnell deutlich, dass die Drei ihre Musik fühlen und voll drin aufgehen. Da ist es auch egal, ob sie alte und bekannte Muster neu verwenden oder ein neues Genre erfinden. Aber mal ehrlich, wer tut das schon? Tolle Leistung!

Aller guten Dinge sind drei und so war auch der dritte Act des Abends ein Dreigespann, bestehend aus Gitarre, Bass und Drums.

Liquid Meat.
. wie soll man die Truppe beschreiben? Definitiv ist, dass eine Liquid Meat Show nicht langweilig wird! So viel Punk n Roll/Metal/Kick-in-Your-Face Attitüde kriegt man selten zu sehen. Der Stimmungsmäßige GG Allin Einschlag ist zwar definitiv ziemlich Rock n Roll, aber vielleicht für den einen oder anderen doch etwas heftig und zu schwer zu verdauen. Man muss sich auf die Band auf jeden Fall einlassen können! Sänger und Gitarrist Freddy glänzte hier mit seinem Extremsport Programm Showtechnisch besonders. Da ich die Band aber schon mal gesehen habe, kann ich hinzufügen, dass auch Bassist und Drummerin große Fortschritte gemacht haben in puncto Beherrschung ihres Instruments und Show!


Die vierte Band des Abends nennt sich Karga. Hier ein Versprechen: So eine Stilmischung habt ihr noch nicht gehört! Zumindest so professionell zusammengefügt. Da trifft Heavy Rock auf unkonventionell, ja fast schon progressive Harmonieexperimente, um dieses Paket dann mit türkischen Texten und orientalisch anmutenden Gesangslinien zu verzieren. Dies alles war aber so passend ineinander geflochten, dass man sich wirklich konzentrieren musste um herauszufinden was genau einem daran ungewohnt vorkommt. Viel bewegte sich die Band nicht auf der Bühne, musste sie aber auch nicht, die Jungs verstehen es absolut einfach die Musik für sich sprechen zu lassen und trotzdem wie eine 1 dazustehen!


Rising Spirit
, die Rock/Metal Jünger, die irgendwie immer Überpresent sind. Hier wird nichts dem Zufall überlassen und man merkt jede Sekunde, wie ernst es der Band um ihre Musik und die Abend an sich ist, trotz absolut ehrlicher Spielfreude, die einfach ansteckt. Mit Karga zusammen teilten sich die beiden Bands dann auch den 1 Platz, da sie genau Punktgleich aus dem Semifinale gingen. Rising Spirit ist für freunde härterer Sounds definitiv mal einen Konzertbesuch wert!!!!


Stilwechsel! Kein Problem für Promise. Die Jungs aus Passau schlagen musikalisch weit ab vom Rock/Metal ins Pop Lager, ohne dabei wischiwaschi Formatradio bla bla zu sein.. Die durchaus tiefgehenden Texte sind weit davon weg Kitschig zu wirken. Ganz besonders sticht hier jedoch das Saxophon heraus. Wie man mit knappen 18 Jahren ein solches Gefühl für sein Instrument haben kann und dann noch in einem dafür eher ungewöhnlichen Genre einsetzen kann ist mir fast unbegreiflich. Ich habe das so noch kaum gehört! Auch wenn ich persönlich eher im Metal unterwegs bin, hat mich Promise am meisten überzeugt. So sehr, dass ich mir die Jungs wenn sie mal wieder in München sind definitiv wieder anschauen werde!!! Promise machten verdienterweise den 3. Platz!!



Mown Meadow
hatten es nach der vorangegangen Show sicherlich nicht einfach, schien ihrer Laune aber nicht abträglich zu sein. Eine Menge Spielfreude, ein Drummer der entweder eine persönliche Fehde mit unserem Drumkit auszutragen hatte, oder einfach gerne reindrischt und wohl der am besten gewählte Opnening Song des Abends für ein Set. Hier und da kann man bei den Jungs sicher noch eine Schraube drehen, generell hat die Band aber eine Menge potenzial. Verdienterweise strichen sie daher auch den 4. Platz ein!



His Name is Sandusky
hatten die etwas leidvolle Aufgabe den letzten Slot zu spielen, meisterten dies aber ähnlich wie Mown Meadow mit einer bewundernswerten Souveränität. In abgepassten Outfit (Schwarz-Grün) rockten die Jungs einen gute Laune Sound raus, der an der Stelle nicht besser hätte getroffen sein können. Jedes Bandmitglied ging zur Musik ab und alle legten ein hohes Maß an Interaktion auf die Bretter, so War die Bühne über das komplette Set immer vollends in Beschlag genommen. Tolle Live Band und in München noch viel zu unbekannt, da sie zuhause bei Passau ein durchaus etablierter Name sind!!

Ein schöner Abend mit vielen Überraschungen. Es ist zu empfehlen sich die Bands einfach mal auf Facebook, etc. rauszusuchen, oder einfach auf Emergenza.net anzuhören!

Euer Phil und das Emergenza Team!

Hier die Jury Wertungen:


Bandname Song Qualität Gesang / Stimme Spieltechnik Show Gesamt-eindruck Summe Jury
Synkonic 16 15 16 11 16 74
49 Days 9 10 11 13 13 56
Liquid Meat 11 10 13 15 12 61
Karga 16 18 16 11 16 77
Rising Spirit 15 14 14 15 16 74
Promise 16 16 15 18 17 82
Mown Meadow 12 14 12 15 14 67
His Name is Sandusky 16 17 18 18 17 86

 

Diese Ticketnummern haben einen Gästelistenplatz für das Finale am 31.05.2014 gewonnen!

0529320

0529321

0529531

0529552

0591604

0591602

0598908

0598905

0591591

0591524

0529948

0529970

0529815

0529810

0348607

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