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REVIEWS

Festivalstimmung im 7er Club in Mannheim

Tolle Bands, super Stimmung und der Special Guest Gain Eleven sorgen für den schönsten Abend der Saison



Genau so soll ein Konzertabend sein: Volles Haus, starke Bands und ein begeisterungsfähiges Publikum. Dazu die unglaublich tolle Atmosphäre rund um den 7er Club, der an diesem schönen Abend mit extra Grillstand und Straßenfeststimmung aufwartet.
Auch unter den Leuten und Bands hätte die Stimmung kaum schöner und harmonischer sein können.

Gleich zu Beginn waren, wie fast immer bei Emergenza Konzerten, schon richtig viele Leute da, die sich bei TORRENT, die den Opener gaben, gleich mal vor der Bühne in Position gebracht haben. Energiegeladene Bühnenshow der vier Deutsch Rocker mit punkiger Attitüde. Dass es am Ende nicht für eine Top Platzierung reichen sollte, tat der Stimmung keinen Abbruch und den Spaß, den sie bei ihrem Auftritt hatten, konnte man ihnen wahrlich ansehen.

JOHN BURY ME übernahmen dann gleich das Ruder mit eigenen Bühnenbannern und starkem Auftritt. Dicke Gitarrensounds aber leider bei den Chorgesängen nicht immer tonal einig. Die Stimmung hat aber dennoch gepasst und das Quartett landete am Ende mit Jury und Publikumsentscheid im oberen Mittelfeld.

Dann schon das erste Highlight des Abends, denn MELBOURNE FALL hatten richtig viele Fans mitgebracht und der ohnehin immer schon gut gefüllte Club wurde zur Festivalarena. Der technisch und musikalische Sprung bei dieser Band, war gegenüber der Vorrunde sehr deutlich zu merken. Das ist immer schön, wenn man sieht, dass junge, engagierte Bands im Rahmen des Tourniers auch musikalische Entwicklungen machen. Und diese Anstrengungen wurden dann am Ende mit einem sicheren dritten Platz auch entsprechend belohnt.

KNUST hatten gegenüber der Vorrunde auch zugelegt, vor allem im Bereich der Fanakquise und so waren dieses Mal immerhin gut 20 Leute dem Ruf nach guter Musik gefolgt. Doch was dann passierte kann man nicht in Worte fassen. Eine Frau liefert mit ihrer Stimme ab und ein kompletter Laden dreht durch. Teilweise wurde der Szenenapplaus so heftig, dass man kaum mehr dem Song folgen konnte, weil ein Highlight das nächste jagte. Wahnsinn was für ein Blues-Rock Paket dieses Band abfeuerte. Dass der Sieg dann so massiv eindeutig war und Knust-Schlachtrufe während der Siegerehrung auf der Bühne von den anderen Mitmusikern kamen, sagt wohl schon alles aus.

Mit dieser extremen Vorlage konnte keiner rechnen und so hatten SNEAKY PARROT, die noch in ihrer Vorrunde im alten Jahr klar den Tagessieg davontragen konnten, keine Chance mit ihrem echt gut gespielten funky Pop dagegen anzustinken. Alles eigentlich ziemlich cool und gut abgeliefert, doch der Funke, wie er eben noch übergesprungen war, wollte einfach nicht zünden. Somit blieb auch nur ein Mittelfeldplatz am Ende für die sympathische Truppe übrig.

Die jüngste Band im diesjährigen Semifinalfeld übernahm die Bühne. 4 Burschen aus Pforzheim, die auf den Namen MONOXSIDE hören und eine interessante Mischung aus Alternative, Rock,. Punk, Metal und Crossover liefern, und so schon ihren ganz eigenen Stil gefunden haben. Dabei sind sie technisch echt schon ziemlich solide und haben auch schon den ein oder anderen Ohrwurmsong am Start. Die Publikumsstimmen reichen zwar nicht für ganz vorne, aber die Jury ist ziemlich angetan und sieht die Band jetzt schon als Wildcard-Kandidat für das Finale.

Ein eine Wildcard mussten KILLING YOUR IDOLS nicht hoffen, denn sie hatten mit der größten Fancrowd des Abends selbst schon ein solides Polster vorgelegt. Dass sie dann aber auch ein weiteres Mal mit dieser wahnsinns Show die Bude abfackeln, konnten nur die eingeschworenen Fans erahnen. Alle anderen standen mit großer Begeisterung da und ließen sich schnell einfangen und mit begeistern. Top Votings bei Publikum und Jury ergaben Platz 2 und somit ebenfalls den Einzug ins Finale am Fr. 30.06. in Karlsruhe im Substage.

Solange die Jurypunkte von David Schäfer – Tourmanager, Manager und Booker, Endzeit Music Köln, sowie Tim Opel – Popakademie Mannheim, zu den Publikumsstimmen addiert wurden, lieferten unsere Special Guests GAIIN ELEVEN aus Schweden ihr Auftaktkonzert zur ersten Tour ab. Und das hatte es ganz schön in sich. Die unglaubliche Energie, die nach einem langen Flug und wenig Schlaf, hier auf der Bühne freigesetzt wurde und der herzliche Empfang der textsicheren Mannheimer, die so dermaßen Bock auf diese Band hatten, ließ zum Abschluss den ganzen Club mit all seinem Bestand zu einem fantastischen Schmelztiegel des R'n'R werden.
Danke, danke, danke! Jedem Einzelnen. Gerne mehr davon!

Hier noch die Einzelresultate des Publikumsvotings und die Jurytabelle als Übersicht:



Jury Summe jeweils max. 20 Punkte (10 pro Juror)
Bandname Song Qualität Gesang / Stimme Spiel-technik Show Gesamt-eindruck Summe Jury
Torrent 8 10 9 13 9 49
John Bury Me 13 11 10 15 11 60
Melbourne Fall 15 12 14 12 12 65
Knust 18 19 18 15 19 89
Sneaky Parrot 15 16 18 11 15 75
monoXside 12 14 13 15 16 70
Killing Your Idols 15 17 16 17 17 82

1. Song Qualität Songwriting, Arrangement
2. Gesang / Stimme Qualität, Eigenständigkeit, evtl. auch engl. Aussprache. Bei Rap auch Reim und Flow.
3. Spieltechnik technical Skills, instrumentale Beherrschung, Zusammenspiel, Solis
4. Show Bühnenperformance, Ansagen, Interaktion mit dem Publikum, (Bühnenkleidung - kann evtl. auch in 5. einfließen)
5. Gesamteindruck Charisma, Authentizität, Innovation, Eigenständigkeit, Potential


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